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Eine kleine Orgelkunde
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In nahezu jedem Bereich gibt es ein bestimmtes Fachvokabular, das Laien kaum verstehen, und das doch zur Verständigung so notwendig ist. Hier sind einige Fachworte kurz erklärt:
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A:
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Abstrakten
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schmale, dünne Holzleisten, die durch Winkel- und Wellenbrett umgelenkt, die mechanische Verbindung zwischen Taste und Tonventil herstellen.
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Aliquoten (Aliquot-Register)
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Register, die im Verhältnis zur jeweils gedrückten Taste nicht in Oktaven klingen, sondern andere, dazwischenliegende, Teiltöne der Obertonreihe zum Erklingen bringen und verstärken. Beispiele: Nasat 2 2/3', Tierce 1 3/5',
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aber auch Kombinationen daraus, z. B. Cornet 5f.
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Aufschnitt
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Vom Intonateur festgelegter Abstand zwischen Ober- und Unterlabium, (siehe Labialpfeifen).
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B:
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Bärpfeife
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Singende Pfeife (nl.), Becherregister im Positiv
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Balg
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Speicher für den Orgelwind
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Blei
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Bestandteil von Metallpfeifen
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Bluesquarte
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ungewöhnliches Register im Positiv
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Bombarde
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Trompetenregister 16' im Schwellwerk
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C:
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Carillion
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Nebenregister, Glockenspiel
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Chamade
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Horizontal angeordnete Zungenpfeifen, die direkt in den Raum klingen. Im 18. Jahrhundert in Spanien "erfunden", später in Frankreich, seit den 60er Jahren überall gebaut.
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Cornet
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Gemischtes Register; meist fünffach, d. h. pro Taste erklingen fünf Pfeifen mit weiter Mensur. Es dient zur Verstärkung der Zungenregister im Diskant, aber auch als Solo-Register. Das Cornet wird auch in einzeln registrierbaren Chören (Cornet de compose') gebaut. Wichtige Solostimme der franz. Orgel seit dem Barock.
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D:
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Disposition
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Zusammenstellung der Register einer Orgel, den einzelnen Teilwerken zugeordnet. Sie gibt Auskunft über die Klangmöglichkeiten einer Orgel.
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Durchstecher
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Eine Pfeife, die klingt, wenn sie nicht klingen soll.
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E:
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Echowerk
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Leises Werk im Unterbau des Orgelgehäuses.
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Engchor
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Eng mensurierte Register, z.B. Streicher.
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Empore
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Vielerorts Standort der Orgel in der Kirche.
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Europa-Orgel
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Namensteil der neuen Orgel. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass auf dieser Orgel das Spiel europäischer Orgelliteratur möglich ist.
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F:
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Fagott
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Zungenregister im Hauptwerk, Bass zur Oboe.
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Fugara
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Register im Schwellwerk, böhmische Hirtenflöte.
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Fuß (´)
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Historisches, im Orgelbau gebräuchliches Längenmaß für alle Pfeifen. Ein Fuß ist ca. 30 cm, d.h. eine Orgelpfeife, die auf C 16´ lang ist, hat eine Länge von ca. 4,80 m.
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G:
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Gebläse
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"Lunge" der Orgel. Die Windversorgung erfolgt durch ein Schleudergebläse, früher auch mit Keilbälgen oder Magazinbälgen, die von Balgtretern, den Kalkanten, bedient wurden.
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Gedackt
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Oben geschlossene Pfeifen, benötigen bei gleicher Tonhöhe nur die halbe Länge offener Pfeifen.
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Gehäuse
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Umhüllung der Orgel für eine optimale Klangabstrahlung sowie zum Schutz vor äußeren Einflüssen.
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Geigen
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Prinzipalregister mit enger Mensur im Schwellwerk
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H:
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Hauptwerk
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Im französischen Grand orgue. Das stärkste Teilwerk der Orgel mit komplettem Principalchor, Mixturen, vollbechrigen Zungen sowie einigen Weitchorregistern und Streichern; das gravitätischste Teilwerk einer Orgel, die klangliche Grundlage.
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Heuler
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Fehlfunktion einer Orgel, wenn einzelne Töne oder ganze Tongruppen "hängen bleiben" und nicht mehr beim Loslassen der Tasten verstummen.
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I:
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Intonation
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Abstimmung und Einregulierung von Klangcharakter, Klangfarbe und Lautstärke der Register und Teilwerke untereinander. Dabei muss die Akustik des Kirchenraums und die Konzeption des Instruments berücksichtigt werden. Bestimmt die Klangschönheit der Orgel und ist mit und trotz aller Physik das gewisse ETWAS des Orgelbauers.
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J:
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Jalousieschweller
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Tritt mit dem die Jalousien des Schwellwerkes bewegt werden
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K:
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Kalkant
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Balgtreter, ein Mensch, der die Orgel ohne Strom mit Wind versorgte. Die Aufgabe hat heutzutage ein Motor übernommen.
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Kanäle
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Aus Holz gebaute Windleitungen, die vom Gebläse über den Balg zu den Windladen verlaufen.
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Kegellade
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Im 19. Jahrhundert erfundene Form der Tonsteuerung, nicht mit Tonkanzellen (jeder Ton hat eine Kanzelle), sondern über Registerkanzellen (jedes Register hat eine Kanzelle).
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Klaviatur
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(lat. clavis = Taste) Eine Tastenreihe für die Hände (Manual) oder die Füße (Pedal) des Organisten.
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Kombinationen
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Spielhilfen zur Speicherung von Registrierungen, die während des Spiels rasch abgerufen werden können.
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Koppel
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Mechanische, (manchmal auch elektrische) Vorrichtung, die es ermöglicht, die einzelnen Manuale und das Pedal miteinander zu verbinden und dadurch gleichzeitig spielbar zu machen.
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Kuckuck
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Nebenregister, wohl auch das Symbol des Gerichtsvollziehers, beim Orgelbau aber eher zwei Pfeifen, die per Zufallsabfolge erklingen.
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L:
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Labialpfeifen
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(Lateinisch Labium = Lippe). Bei den Labialpfeifen wird der Ton wie bei einer Blockflöte durch Spaltung des Luftstroms an einer scharfen Kante (Oberlabium) erzeugt. Dadurch wird die im Pfeifenkörper stehende Luftsäule zum Schwingen angeregt. Je länger die Luftsäule (und auch die Pfeife), desto tiefer ist der Ton. Sie stellen die Mehrheit der Pfeifen in einer Orgel. Das Labium bezeichnet die Öffnung an der Vorderseite der Pfeife.
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Lingualpfeifen
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(Lateinisch Lingua = Zunge). Bei den Lingualpfeifen wird der Ton durch ein auf einer Hohlfläche (Kehle) aufliegendes federndes Messingblatt (Zunge) erzeugt.
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Je länger der schwingende Teil der Zunge, desto tiefer der Ton. Länge und Form der aufgesetzten Becher entscheiden über die Klangfarbe und Resonanzstärke. Register: Trompete, Bombarde,
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Hautbois, Cromorne.
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M:
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Manual
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Klaviatur für die Hände, von dem aus ein Teilwerk der Orgel gespielt wird.
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Manubrien
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Registerknöpfe/Registerzüge am Spieltisch, mit denen der Organist die verschiedenen Register ein- und ausschalten kann.
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Mensur
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Bemessungsverhältnis (Durchmesser der Körperlänge zu Labiumbreite und Aufschnitthöhe) einer Labialpfeife, welches individuell für den Raum angelegt wird. Es entscheidet gleichzeitig über den Klangcharakter der Orgel.
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Mixtur (Fourniture o. Zimbel)
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(Lateinisch Mixtur = Mischung). Die Klangkrone einer Orgel aus hohen Principalpfeifen, Quinten und Octaven gebildet, prägt sie den glanzvollen Orgelklang. Pro Taste erklingen mehrere Pfeifen in hoher Tonlage. Eines der ältesten Register einer Orgel.
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mm/Ws
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Abkürzung für: Millimeter/Wassersäule, Maßeinheit für den Winddruck.
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N:
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Nolimetangere
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Verlegenheitsregister (lat.)
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Notenpult
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so eines hat jede Orgel
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Normalmensur
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entwickelte Mensur als Grundlage aller Mensuren
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O:
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Oberoktavkoppel (=Superoktavkoppel)
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bewirkt, dass ein gespielter Ton auch eine Oktav höher mitgeht
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Organo pleno
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lat.: volles Werk, volle Orgel, besteht aus den Registern der Prinzipalfamilie, klangstarker Zungenregister oder der gesamten Orgel.
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Orgelbewegung
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Als Gegenbewegung zur romantischen Orgel seit den 20er Jahren in Deutschland, zunächst im protestantischen, später auch im katholischen Orgelbau. Wiederbesinnung auf die barocke Orgel des 18. Jahrhunderts.
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Orgelwind
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Luft, die die Pfeifen zum Klingen bringt.
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Orlos
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span. Register für Krummhorn im Hauptwerk.
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P:
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Pedal
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Klaviatur für die Füße, von der aus das Pedalwerk der Orgel gespielt wird.
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Pfeifenpatenschaft
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Das Geschenk für alle Gelegenheiten.
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Pistons
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Tritte am Spieltisch, welche dem Organisten ermöglichen z.B. das Pedal an ein Manual zu koppeln.
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Plenum
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Andere Bezeichnung für Organo pleno Positiv (Positif), Teilwerk der Orgel, im Klang etwas schärfer.
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Posaune
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ältestes Zungenregister der Orgel
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Principal (Praestant, Montre, auch Prinzipal)
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Hauptregister der Orgel, Montre bedeutet zeigen. Meist im Prospekt stehend. Zylindrisch offene Labialpfeife mit mittlerer Mensur und kräftiger Intonation. Ein Principalchor besteht z.B. aus Principal 8', (Montre 8'), Octave 4' (Praestant 4'), Nazard 2 2/3' (Quinte 22/3'), Superoctave 2' (Doublette 2') und Mixtur (Fourniture).
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Prospekt
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Vorderansicht und Schauseite der Orgel, oft reichhaltig verziert, mit verschiedenen großen, meist symmetrisch angeordneten Pfeifenfeldern unterteilt. Am Prospekt erkennt man oft den Orgelbauer, aber auch den klanglichen Stil einer Orgel.
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Q:
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Quintade Orgelregister - befördert Quintintervall
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R:
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Register (Registratur)
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Eine Reihe von hier 61 Pfeifen im Manual oder 30 Pfeifen im Pedal gleicher Bauart und gleicher Klangfarbe. Die hinter dem Registernamen angegebene Fußzahl bezieht sich auf die zur tiefsten Pfeife C gehörige größte Pfeife des Registers.
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S:
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Saxophon
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Register im Hauptwerk, hat Jazzcharakter.
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Schleierbretter
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Im 18. Jahrhundert häufig sehr aufwendig geschnitztes Zierwerk über den Pfeifenmündungen. Heute
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meist im Stil der Orgel bzw. der Kirche angepasst.
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Schleiflade
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Verteilersystem, das über zwei Regelkreise (Tonventile und Registerschleifen) den Wind an die gewünschte Pfeife führt. Durch das Verschieben einer dünnen Holzleiste wird ein Register an- bzw. ausgeschaltet.
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Schwebung
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Entsteht durch Überlagerung von Schwingungen annähernd gleicher Frequenz. Beabsichtigte Verstimmung eines Registers, das mit einem normal gestimmten Register zusammengezogen einen schwebenden Klang ergibt.
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Schwellwerk
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Teilwerk der Orgel in einem Gehäuse, bei welchem durch vorne oder auch seitlich angebrachten Jalousien (bewegliche Holzfüllungen) mittels Fußhebel das An- und Abschwellen des Klanges möglich ist.
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Setzeranlage
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(Setzerkombination)
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Eine elektrische Speichereinrichtung, die vorprogrammierbare Registrierungen mit Hilfe von Hand- oder Fußschaltern abrufbereit hält.
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Spieltisch
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Arbeitsplatz des Organisten, von dem aus die gesamte Orgel mittels Manualen und Pedal sowie den Registerzügen gespielt wird.
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Streicher
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(Salicional)
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Offenes Labialregister; meist zylindrisch, aber auch konischer Bauart mit enger, bis sehr enger Mensur; obertonreicher; sanft streichender bis scharf schneidender Ton.
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T:
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Tonkanzelle
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Kasten für alle Pfeifen, die zu einer Taste gehören.
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Traktur
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Sammelbegriff für verschiedene Bauteile, welche die Verbindung zwischen der Taste bzw. dem Registerzug und der Pfeife bzw. der Schleife herstellen. Unterscheidung in Spiel- und Registertraktur; die mechanisch, pneumatisch, elektro-pneumatisch oder elektrisch sein kann.
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Tremulant (Tremblant)
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(Lateinisch: tremere = zittern). Vorrichtung, die den sonst gleichmäßig fließenden Orgelwind durch rhythmische Stöße in Bebung versetzt.
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Trompete
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Wichtiges Zungenregister der Orgel.
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U:
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unda maris
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Prinzipalschwebung
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Unteroktavkoppel (=Subkoppel)
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bewirkt, dass ein gespielter Ton auch eine Oktav tiefer mitgeht
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V:
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Ventil
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Tonventil, Registerventil etc. gibt Windwege frei
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W:
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Wellenbrett
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Vorrichtung, welche die kleinere Tastenteilung auf die größere Windladenteilung überträgt.
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Werkaufbau
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Die einzelnen Windladen sind in Werke gegliedert und haben eine Entsprechung im Spieltisch, d.h. sind einem bestimmten Manual oder Pedal zugeordnet. Normalerweise sind dies: Hauptwerk, Schwellwerk,
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Positiv und Pedalwerk.
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Windlade
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Flacher Kasten, auf dem die Pfeifen eines Werkes stehen und in dem über Windkammern, Ventile und Schleifen geregelt wird, welche Pfeifen angeblasen werden sollen; rechnerisches Herzstücke der Orgel.
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Man unterscheidet je nach Bauweise zwischen einer Schleifladenorgel bzw. einer Kegelladenorgel.
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X:
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x-fach
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Mixturen (siehe dort) werden mehrfach ausgelegt; Angabe der pro Taste erklingenden Pfeifen bei Registern mit mehrfacher Besetzung, z.B. Mixtur 4-fach Flöte (Flûte)
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Xylophon
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Orgelregister
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Y:
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Z:
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Zimbelstern
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Nebenregister, Schellenrad, barockes und heutiges Effektenregister.
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Zungenpfeife
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Lingualpfeife, die Minderheit in der Orgel.
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Zwillingslade
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Manchmal sind zwei Teilwerke einer Orgel auf einer Windlade zusammengefasst. Bei einer solchen Windladenkonstruktion ist es möglich, Transmissionsregister zu bauen.
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