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Mirepoix, Département de l’Ariège, Frankreich Cathédrale Saint-Maurice, op. 171, 1891 Beratung: Louis Courtade (Einweihungskonzert) Restaurierung: geplant 2006 Literatur: Cicchero, Cathédrales, S. 48f. Gril-Maffre,Ariège, S. 188–200 Quelle: Archiv Link (Disposition)
Grande-Orgue I C–g3 Récit expr. II C–g3 Positif III C–g3 Pédale C–f 1 Montre 16’ Bourdon 16’ Bourdon doux 8’ Contrebasse 16’ Montre 8’ Montre 8’ Flûte harmonique 8’ Violon basse 16’ Bourdon 8’ Salicional 8’ Diapason 8’ Soubbasse 16’ Gemshorn 8’ Voix céleste 8’ Dolce 8’ Grande Quinte 10 2/3’ Flûte douce 8’ Flûte octaviante 4’ Fugara 4’ Grosse Flûte 8’ Gambe 8’ Flautino 2’ Flûte douce 4’ Violoncell 8’ Aeoline 8’ Cornet 2–5r. Clarinette 8’ Flûte 4’ Flûte harmonique 8’ Voix humaine 8’ Bombarde 16’ Prestant 4’ Basson-Hautbois 8’ Dolce 4’ Clairon 4’ Rohrflöte 4’ Quinte 2 2/3’ Octave 2’ Fourniture 5r. 2 2/3’ Trompette 8’ Accessoires par registres manuels: par tirasses en pied: II/I, III/I, III/II pp, p, mf, f, tutti I/P, II/P pédale de combinaison Orage expression à cuillère Trémolo Rouleau (crescendo) - Kegelladen - pneumatische Registertraktur Obwohl sich in den Firmenakten zur Orgel von Mirepoix die Kopie eines mehrseitigen Briefes von 1891 befindet, in dem über die Reise nach Südfrankreich berichtet wird, ist bislang ungeklärt, durch welche Umstände oder Kontaktpersonen es zu diesem ungewöhnlichen Auftrag kam. Zwar hatten die Gebrüder Link bereits einige Orgeln in teilweise weit entfernte Länder geliefert, doch scheint dieses Werk das erste Instrument für Frankreich gewesen zu sein. Hinter der neugotischen Fassade stehen links übereinander die beiden Windladen von Grande-Orgue, dahinter der Schwellkasten des Récit expressif. Rechts ist das Pedal platziert. Das Positif befindet sich ebenfalls in der zweiten Etage in der Mitte hinter den beiden Spitztürmen. Die Disposition zeigt eine bemerkenswerte Synthese von Elementen des französischen und deutschen Orgelbaus im ausgehenden 19. Jahrhundert. Zwar nimmt – nach deutscher Manier – die dynamische Potenz vom I. zum III. Manual ab, doch ist das II. Manual durchaus als Récit expressif ausgebildet. Es fehlt allerdings die Trompette, und auch der 2–5fache Cornet durch die ganze Klaviatur wäre wohl in einer französischen Orgel kaum zu finden. Auffallend umfangreich ist die 8’-Palette des Hauptwerks bis hinab zu den leisesten Stimmen. Das Pedal folgt mit nur einem Zungenregister durchweg deutschen Vorbildern. Auch im Bereich der Nebenzüge ist der duale Charakter des Instruments zu erkennen: Dem typisch französischen Löffeltritt für den Schweller stehen die im deutschen Orgelbau üblichen festen Kombinationen sowie ein Rollschweller gegenüber. Beim Bau der Windladen wandten die Gebr. Link ein eigenes Sondersystem der Kegellade an. 1981 wurde das einzigartige, bis heute trotz mangelnder Pflege und Wasserschaden funktionsfähige Instrument unter Denkmalschutz gestellt und die »Association de l’orgue de Mirepoix« gegründet. Sie verfolgt das Ziel, diese bemerkenswerte Orgel von uns, der Firma LINK, restaurieren zu lassen. |
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